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Mobile PageSpeed ermitteln: So einfach geht es mit diesem Tool!

Mobile PageSpeed testen: So einfach geht es mit diesem Tool!

Den Mobile PageSpeed ermitteln und zu optimieren wird extrem wichtig in diesem Jahr, denn ab Juli ist er offizieller Rankingfaktor. Zudem steht noch die Umstellung des Google-Index auf den Mobile-First-Index ins Haus. Jetzt ist die richtige Zeit, um Deine Website für den Mobile PageSpeed zu optimieren!

Google möchte benutzerfreundliche und sichere Websites in seinem Index gelistet sehen. Ein Schritt in die Richtung war bereits die Aufnahme der Ladezeit der Desktop-Variante als Ranking-Faktor.

Doch nun geht Google einen Schritt weiter und will schnelle Ladezeiten für die mobilen Varianten einer Website sehen. Daher wird der Mobile PageSpeed ab Juli 2018 ein Rankingfaktor in Google Suchergebnissen.

Mobile PageSpeed ermitteln: Warum Du es jetzt tun solltest

Der als »Best Practice« vorgegebene PageSpeed von drei Sekunden oder weniger mit einer 3G-Verbindung ist schon recht knackig, viele Websites werden zu kämpfen haben. Doch im Hinblick auf den Mobile-First-Index sollte man das Mögliche aus einer responsiven Website herausholen.

Bis 2020 erfolgen 70 % der Mobilfunkverbindungen weltweit mit 3G.1

Um Lösungen in dieser Richtung erarbeiten zu können, müssen zuerst Fakten auf den Tisch. Die tatsächliche Ladezeit einer mobilen oder responsiven Website mit einer 3G-Verbindung muss getestet werden. Erst danach können Optimierungen greifen.

Googles »Geschwindigkeit auf Mobilgeräten testen« Tool

Normalerweise bin ich kein Freund von Google Tools, die den PageSpeed testen sollen. Google PageSpeed Insights zum Beispiel ist einfach nur schlecht und nicht dazu geeignet, den Speed einer (Desktop-Variante) Website beurteilen zu können. Dafür gibt es wesentlich bessere Tools.

Doch das »Geschwindigkeit auf Mobilgeräten testen« ist deutlich besser, denn es testet unter realen Bedingungen die Ladezeiten. Du bekommst vor allem eine 3G-Ladezeit geliefert, und keine schwammigen Aussagen.

Mobil PageSpeed bestimmen: Die Ladezeit einer mobilen Website testen mit Test my Site with Google

Das 3G-Ladezeit-Ergebnis eines Tests mit dem Tool meiner Website.

Ich empfehle drei Durchgänge mit dem Tool zu machen und die geringste Ladezeit als gegeben zu nehmen. Teilweise weichen die Ergebnisse stark voneinander ab, ein Vergleich mit der Ladezeit der Desktop-Variante hilft bei der Beurteilung.

Mobile PageSpeed ermitteln: Diese Empfehlungen sind unbrauchbar

Wie immer gibt Google auch bei diesem Tool tolle Empfehlungen ab, wie man die Ladezeit um drei (3!) Sekunden reduzieren kann. Die Empfehlungen sollte man vollkommen ignorieren, sie sind einfach nur Schwachsinn. Hier die Empfehlungen zu meiner Website:

Mobil PageSpeed bestimmen: Googles Empfehlungen, wie ich den Mobile PageSpeed um drei Sekunden reduzieren könnte.

Googles Empfehlungen, wie ich den Mobile PageSpeed um drei Sekunden reduzieren könnte.

Wie man sieht, taugen die Empfehlungen nichts. Selbst, wenn man ihnen folgen würde, hätte das keine Auswirkungen auf die Geschwindigkeit. Mobile PageSpeed ermitteln heißt nicht gute Empfehlungen zu bekommen.

Beispiel CSS: Folgt man der Empfehlung und sorgt für Inline-CSS im sichtbaren Bereich (above the fold), erfolgt der erste Seitenaufruf einige wenige Millisekunden (10 – 15 ) schneller. Dafür erkauft man sich einen deutlich langsameren zweiten Seitenaufruf. Das Inline-CSS wird nicht in den Browser-Cache aufgenommen, weil die Versionierung fehlt.

Eine CSS-Datei, die komprimiert und korrekt versioniert ist, ist die beste Lösung. Sie wird nur bei ersten Seitenaufruf geladen und befindet sich beim zweiten Aufruf im Browser-Cache. Das sorgt für wesentlich schnellere Ladezeiten.

Beispiel JavaScript: Die Empfehlung Google lautet hier asynchrones Laden. Damit kann sich der sichtbare Bereich einer Website schneller aufbauen. Mit dem Attribut defer versehenes JavaScript sorgt allerdings für noch schnelleren Seitenaufbau, denn es wird zuletzt geladen.

Desktop Speed bedeutet nicht auch Mobile PageSpeed

Sehr schnelle Ladezeiten einer Desktop-Version einer Website bedeuten nicht auch schnelle mobile Ladezeiten. Zumeist ist sogar das Gegenteil der Fall.

Der Desktop-Speed meiner Website.

Der Desktop-Speed meiner Website. Zweiter Aufruf gemessen.

Welche Faktoren haben wirklich Einfluss auf den Mobile PageSpeed?

Das ist einfach zu beantworten. Es sind die gleichen wie auch in der Desktop-Variante. Nur das man bei der mobilen Version noch mehr tunen muss.

Die Faktoren sind:

  • Unzureichendes Webhosting (kostet zwischen 800 Millisekunden bis zu 1,5 Sekunden)
  • Die Anzahl und vor allem die Dateigröße der Bilder
  • Die Anzahl der geladenen Dateien (CSS und JavaScript nicht komprimiert)
  • Einsatz von Multi Purpose Themes (Divi, Enfold und Co.)
  • Plugin-Anzahl oder Art – (Page Builder und ähnliches)
  • Die Verwendung von Facebook Follow Plugins

TinyPNG optimierte die Bilder dieses Artikels:

TinyPNG reduziert die Dateigröße von Bildern erheblich.

TinyPNG reduziert die Dateigröße von Bildern erheblich.

Was Du tun kannst für mehr mobilen PageSpeed?

Den Mobile PageSpeed ermitteln ist erst der Anfang. Danach musst Du die Dinge angehen, die Deine mobile Website wirklich schneller machen.

  • Sorge für ein angemessenes Hosting. WordPress ist anspruchsvoll, wenn es schnell sein soll
  • Optimiere die Bilder. Schneide sie auf max. doppelte Abmessungen zu und nutze TinyPNG vor jedem Upload. Zusätzlich noch Optimus HQ.
  • Nutze nur die wirklich nötigen Plugins. Verzichte auf Slider und Spielereien
  • Verbanne Facebook von Deiner mobilen Seite. Nutze eher einen statischen Link zu Deiner Facebook-Seite.
  • Nutze ein Theme, das nur die Dateien verlinkt, die es unbedingt benötigt.
  • Blende Bilder aus, die nicht für den Content nötig sind und in die Google-Bildersuche sollen
  • Hindere CSS und JavaScript am Laden, das nicht benötigt wird
  • Nutze das defer Attribut für JavaScript
  • Reduziere Page Size und die Anzahl der Requests
  • Optimiere die Serverantwortzeit
  • Oder: versuche es mit einer AMP-Version

Mein Fazit

Keine Frage, das Tool eignet sich gut, um eine Geschwindigkeitsangabe unter einer 3G-Verbindung zu bekommen. Danach allerdings setzt ein ziemlich komplizierter Prozess ein, wenn die mobile oder responsive Website wirklich rennen soll. Im Hinblick auf den Mobile-First-Index wird sich der Aufwand jedoch garantiert lohnen.

Sind 3 Sekunden Ladezeit unter 3G machbar?

Mobile PageSpeed ermitteln: andreas-hecht.com lädt in nur drei Sekunden unter einer 3G-Verbindung.

Nach viel Arbeit: Die 3 Sekunden sind erreicht.

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google.

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