SEO

Der Mobile-First Index: 8 Fakten, die Du wissen musst

Der Mobile-First-Index. Alles, was Du jetzt wissen musst

Google Mobile-First Index: Die mobile Suche mit Smartphones ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. So wichtig, dass Google den Ranking-Index auf einen Mobile-First Index umstellen möchte. Hier liest Du alles, was Du dazu wissen musst.

1 – Was ist der Google Mobile-First Index?

Der neue Index bedeutet vor allem einen Wechsel der Basis. Bisher noch ist der Index auf Basis der Desktop-Versionen der Websites aufgebaut. Mit dem neuen Index wird sich das ändern. Die mobile Variante einer Website bildet nun die Basis für die Suchergebnisse.

Das bedeutet nun keinesfalls, dass der Desktop »tot« ist. Hat eine Website keine mobile Version oder ist nicht responsive, dann wird die Desktop-Variante für das Ranking genutzt. Allerdings:

2 – Kann es Nachteile im Ranking geben?

Ist eine Website nicht responsive oder hat keine mobile Variante, so kann das durchaus zu Nachteilen im Ranking führen. Der Grund dürfte klar sein: die Nutzererfahrung ist bedeutend schlechter.

Besitzt eine Website eine unzureichend optimierte mobile Version, so kann es ebenfalls zu Ranking-Nachteilen der Desktop-Variante kommen.

3 – Die mobile Website wird zur Grundlage

Eigentlich keine große Überraschung. Ein großer Teil der Bevölkerung nutzt hauptsächlich Smartphones zum Surfen und kommunizieren. Desktops und Notebooks werden von der jungen Generation nur noch genutzt, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Die mobile Website wird zur Grundlage des Ranking-Index. Zwei separate Indexes für Mobil und Desktop wird es nicht geben.

Unternehmen mit einer responsiven Website oder einer mobilen Variante, die den gleichen Content ausliefert, werden wohl keine Nachteile zu spüren bekommen.

4 – Mobile PageSpeed wird Rankingfaktor

Zusätzlich wird ab Juli noch der PageSpeed der mobilen Website-Versionen zum Rankingfaktor. Seit 2010 ist der PageSpeed bei Desktop-Varianten bereits ein Rankingfaktor, der auch bestehen bleiben wird.

Die Ladezeit einer Website hat direkten Einfluss auf die Absprungrate, wie eine Studie von Google direkt veranschaulicht.

Mobile-First-Index

Source: Google/SOASTA Research, 2017.

Die Relevanz von PageSpeed ist kein Geheimnis. Die Zahlen sind eindrücklich. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich um die mobilen Versionen der Websites zu kümmern.

Google selbst sieht hierbei eine Ladezeit von 3 Sekunden unter 3G für optimal an.

Google Mobile-First Index: Mobile PageSpeed von 3 Sekunden ist optimal.

Best Practice: Mobile Speed von unter 3 Sekunden.

5 – Websites sollen bereit sein für den Mobile-First Index, wenn:

  • sie die gleichen Inhalte auf Mobil und Desktop bieten
  • die ausgehenden Links gleich sind
  • Bilder und Alt-Tags auch in der mobilen Version verfügbar sind
  • strukturierte Daten und evtl. href-lang Tags vorhanden sind
  • der Server leistungsfähig genug ist für mobile / responsive Seiten.

6 – SEO: Es muss ein Umdenken stattfinden

SEOs sollten sich jetzt auf die mobilen Varianten der Websites konzentrieren und dort ihre Maßnahmen vornehmen. Doch es kommt nicht nur auf die Inhalte an, es landen noch etliche Punkte mehr auf der Agenda.

7 – Folgende Dinge sollte jeder SEO für Sie jetzt umsetzen:

  • Eine Speed-Optimierung der mobilen oder responsiven Version der Websites
  • Komplette strukturierte Daten implementieren
  • Eventuell href-lang-Tags integrieren
  • Entscheiden, ob Bildmaterialien wichtig für den Kontext sind
  • Prüfen, ob Plugins auch in der responsiven Version nötig sind
  • Die Leistungsfähigkeit des Servers überprüfen. Denn künftig crawlt Google nicht nur die Desktop-, sondern auch die mobile Variante mit einem speziellen Bot zusätzlich.
  • Open-Graph und Twitter Cards einbinden

Zusätzlich, bei einer eigenständigen mobilen Website:

  • Überprüfen, ob die gleichen Inhalte wie Desktop ausgeliefert werden (Texte, Bilder und Videos)
  • Sind die Alt-Tags der Bilder bei beiden Versionen gleich?
  • Ist die mobile Seite in der Google Search Console ebenfalls verifiziert?
  • Sind Titel und Meta-Beschreibung inhaltlich gleichlautend? (Identisch muss nicht sein)
  • Sind die wichtigen Open-Graph Elemente im Header eingebunden?
  • Sind die Meta-Robots-Tags identisch vorhanden?
  • Ist die Sitemap.xml mobil ebenfalls erreichbar?

8 – Was passiert, wenn nicht der gesamte Content mobil erreichbar ist?

Etliche Firmen haben sich dafür entschieden, nicht die gesamten Inhalte auch auf der mobilen Version der Website anzubieten. Vielleicht aus dem Grund, weil Besucher mobil anderen Content gesucht haben und daher nicht alle Inhalte gefragt waren.

Natürlich wird es hier eine Übergangszeit von Google geben. Die Desktop-Version wird demzufolge nicht sofort aus dem Index entfernt. Trotzdem ist jetzt Handeln angesagt, da alle Inhalte in Zukunft auch für mobile User zugänglich sein sollten.

Denn eines erscheint sicher: nach einer Übergangszeit wird Google Websites schlechter ranken, die nicht dem kompletten Inhalt mobil zugänglich machen. Zudem ist eine Trennung nach einzelnen Geräten nicht sinnvoll.

Online-Käufe werden immer mehr vom Smartphone aus getätigt, schnelle Suchanfragen laufen ebenfalls überwiegend über das Handy. Die Benutzererfahrung ist King, eine responsive Website – gut optimiert – ist sicherlich die beste Wahl für die Zukunft.

Mein Fazit zum Google Mobile-First Index:

Die Zukunft ist mobil. Doch Panik muss niemand bekommen, die Übergangszeit wird allen Unternehmen ausreichend Zeit zur Umstellung oder Optimierung lassen.

SEOs können sich an das neue Umfeld herantasten, das Ranking in 2018 wird der neue Mobile-First-Index noch nicht betreffen. Und der PageSpeed ist ja bereits heute ein nicht unwesentlicher Ranking-Faktor.

Andreas Hecht

Andreas Hecht

Er entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google.

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2 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. ‘Ist eine Website nicht responsive oder hat eine mobile Variante’

    Muss das nicht ‘keine’ heißen? 😉

    Gruß

    Marcus

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