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PageSpeed ermitteln: So machst Du es richtig!

PageSpeed ermitteln: So machst Du es richtig!

PageSpeed: Google und Deine Besucher wollen keine lahmen Websites. Eine langsame Website beeinflusst das Ranking, die Absprungrate und den Traffic. Ermittle Deinen PageSpeed und bringe Deine Website zum Rennen.

Bevor Du Deine Website optimierst, mache zuerst einen aussagekräftigen PageSpeed Test, damit Du weißt, wo Du für eine Speed-Optimierung ansetzen musst. Einen Laien würde der erste Weg zu Googles Online-Tool Page Speed Insights führen.

Google PageSpeed Insights: Die falsche Wahl!

Dort bekommst Du alle möglichen Informationen, die zum Teil sogar schlecht für den Speed sind. Mal abgesehen davon, dass Du keinerlei Informationen über die Geschwindigkeit Deiner Website bekommst.

Wenn Du nicht weisst, wie schnell Deine Website ist, wie willst Du sie dann schneller machen?

PageSpeed ermitteln: Nutze die Pingdom Tools

PageSpeed Insights taugt nichts. Benutze es nicht. Es wird Dich nur irre machen mit seinen unnützen Ratschlägen. Was Du brauchst, ist ein aussagekräftiger Bericht, der Dir auch gleich anzeigt, wie schnell Dein Blog wirklich ist.

Du musst auch wissen, wo die Flaschenhälse sich verbergen, die Deine Website langsam machen. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, wie lange die einzelnen Dateien Deiner Website zum Laden benötigen. Erst mit diesem kombinierten Wissen kannst Du Deinem Blog Beine machen.

PageSpeed ermitteln: So gehst Du richtig vor

Pingdom Tools aufrufen »

Öffne die Pingdom Tools und gebe Deine Domain in das Feld »URL« ein. Im Feld »Test from« musst Du Stockholm, Schweden eingeben. Tust Du es nicht, wirst Du keine aussagekräftige Daten erhalten.

Denn dann wird die Ladezeit aus den USA ermittelt und das muss zwangsläufig viel langsamer sein.

PageSpeed ermitteln: Domain eingeben

Klicke anschließend »Start Test«. Nach einem kurzen Augenblick bekommst Du Deine wichtigen Daten. Zuerst siehst Du, wie schnell Deine Website ist.

Der PageSpeed Deiner Website

Das PageSpeed Ergebnis des Pingdom Tools Test für andreas-hecht.com

Test-URL: https://tools.pingdom.com/#!/c8yx0j/https://andreashecht-blog.de/

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

So habe ich getestet:

Der Test ist vom 13.04.2018. Gewertet wurde der zweite Aufruf.

Der Screenshot zeigt die wichtigsten Daten auf einen Blick. Die Ladezeit (0.444 Sekunden), die Anzahl der nötigen HTTP-Anfragen (31) und die Dateigröße der Website (566,4KB).

Die Daten zeigen, dass meine Website extrem auf Ladegeschwindigkeit optimiert ist. Ich könnte noch mehr machen, doch viel Sinn ergäbe das wohl kaum. Eine halbe Sekunde Ladezeit ist absolut schnell genug.

Auch die Insights, die etwas weiter unten zu finden sind, geben alles im grünen Bereich aus. So sollte es aussehen.

PageSpeed Test: Alles im grünen Bereich

PageSpeed: Das ist ein normales Testergebnis

Normalerweise sieht ein Testergebnis nicht so aus, wie bei mir. Viele Websites haben ein erhebliches Optimierungs-Potential.

schlechtes-testergebnis-1 Pingdom Tools

Der Performance Grad D, die Ladezeit von 2.31 Sekunden und die Anzahl der HTTP-Anfragen von 121 in Verbindung mit der Dateigröße der Website von heftigen 1.4MB zeigt erheblichen Optimierungsbedarf.

schlechtes-testergebnis-2

Die einzelnen Bereiche lassen sich öffnen und die Probleme der Website kommen zu Tage:

Geladene Files

Auch wenn die Website HTTPS und HTTP/2 verwendet, die Anzahl an geladenen CSS- und JavaScript-Dateien ist einfach zu viel. Zudem sollten die Dateien nur dort geladen werden, wo sie auch benötigt werden.

Als Beispiel darf hier das beliebte »Contact Form 7« Plugin dienen, die nötigen Dateien sollten nur auf der Kontakt-Seite geladen werden. Doch so intelligent ist kaum ein Plugin programmiert.

Mit dem Premium-Plugin Gonzales kannst Du die Dateien nur dort laden lassen, wo es wirklich nötig ist. Die 29 US-Dollar sind gut angelegt.

Die Flaschenhälse der Ladezeit herausfinden

Scrollen wir etwas weiter nach unten, bietet sich dieses Bild. Hier bekommst Du aussagekräftige Details geliefert.

Hier sind die Flaschenhälse der Ladezeit versteckt.

Die Probleme dieser Website:

  • Die Bilder werden nicht optimiert ausgeliefert – 424,36KB
  • Das JavaScript ist absolut zu viel – 386,45KB
  • Es werden zu viele Google Fonts geladen – 283,99KB
  • Facebook spamt die Website mit seinem JavaScript-Dateien zu – 285,53KB
  • Feststellen, was »Other« ist. – 396,74KB

PageSpeed erhöhen: So wird Deine Website schneller!

Bilder nur noch optimiert ausliefern lassen. Entweder mit Optimus HQ oder dem EWWW Image Optimizer.

Kombiniere eines dieser Plugins mit dem Caching-Plugin »Cache Enabler«, denn diese Kombination kann die Bilder als WebP ausliefern. Das spart mindestens 30 Prozent Dateigröße.

Nutze TinyPNG vor dem Upload der Bilder

TinyPNG hat die zwei Bilder meines Speed-Tests optimiert und 74% gespart

TinyPNG hat die zwei Bilder meines Speed-Tests optimiert und 74% gespart

Zusätzlich solltest Du Deine Bilder vor dem Upload in die Mediathek von dem Online-Dienst TinyPNG optimieren lassen, das bringt in 95% aller Fälle sehr viel.

  • Plugins kontrollieren. Müssen wirklich alle Plugins sein, oder ist auch verzichtbarer Spielkram dabei? Deinstallieren. Denn weniger ist einfach mehr.
  • Dateien (CSS und JavaScript) zusammenfassen. Auch in Zeiten von HTTP/2 ist weniger einfach mehr. Nutze ein gutes Plugin wie zum Beispiel Autoptimize, um die CSS- und JavaScript-Dateien zusammenzufassen.
  • Google Fonts kontrollieren. Wer braucht schon mehr als zwei Google Fonts für seine Website? Vor allem: brauchst Du wirklich von jedem Font alle Variationen? Kontrollieren und gegebenenfalls manuell einbinden.
  • Vorher die automatische Variante am Laden hindern. Am schnellsten Laden die Google Fonts, wenn sie auf dem eigenen Server liegen.
  • Facebook. Was auch immer in die Beispiel-Website eingebunden ist, es rechtfertigt nicht die 285KB. Es gibt deutlich leichtgewichtigere Plugins – zum Beispiel den Shariff Wrapper.
  • Other. Was immer das ist, finde es heraus und kille es. Du brauchst das nicht wirklich. Es hat immerhin 396,74KB!

Wenn das alles erledigt ist, dürfte sich die Ladezeit bei ungefähr bei 1.0 bis 1.2 Sekunden einpendeln. Das ist akzeptabel. Viel mehr gelingt nur den Profis.

Ein Blick in die Webhosting-Performance – meine Website

Die Serverantwortzeit im Bild. Meine Website benötigt 139 Millisekunden, bevor der Server die Seite ausliefert.

Hier kannst Du erkennen, wie gut Dein Webhosting ist und ob es Verbesserungsbedarf hat. Meine Website hat eine »Wartezeit« von 139 Millisekunden, bevor sie ausgeliefert wird. Das wird auch Serverantwortzeit genannt.

Das ist ein guter Wert, den man mit mehr RAM und mehr CPU verbessern könnte. Doch nötig ist das nicht.

Unsere Beispiel-Website zum Beispiel braucht wesentlich länger:

Schlechte Webhosting-Performance

Die Website braucht fast eine halbe Sekunde, um ausgeliefert zu werden.

Hier kann ein besseres Hosting sehr viel mehr erreichen. Das Hosting der Website scheint überfordert zu sein, denn fast eine halbe Sekunde vergeht, bis der Server die Website ausliefert.

Dabei ist wirklich perfektes WordPress-Hosting gar nicht so teuer. Lies meinen Artikel dazu.

Das perfekte WordPress-Hosting »

Darum ist Google Page Speed einfach Mist

Meine Website von Google Page Speed geprüft (Test aus 2017)  gab ein mittelprächtiges Ergebnis heraus.

Der Test bei Google Page Speed. Absoluter Mist.

Wenn ich nicht wüsste, dass dieser Test Mist ist, würde ich Panik bekommen.

Zur Erinnerung:

Meine Website lädt in etwas über einer halben Sekunde. Es ist wirklich alles optimiert. Trotzdem wird als Ergebnis herausgegeben, dass ich meine Bilder optimieren sollte.

Und das nur, weil das Bild auf der Startseite in manchen Bildschirm-Auflösungen zu groß ist.

Eine CSS-Ressource blockiert angeblich das Rendering. Völliger Schwachsinn. Im Header wird nur ein CSS geladen, dass für die Darstellung der Website zuständig ist.

Zudem ist es versioniert, sodass es nur beim ersten Seitenaufruf geladen wird und sich danach im Cache des Browsers befindet.

Würde ich das CSS wie empfohlen in das HTML direkt einbinden, hätte ich hier keine Fehlermeldung mehr. Aber eine Ladezeit von 0.8 Sekunden. 300 Millisekunden mehr. Und das bei jedem Seitenaufruf!

Im Bereich Browser-Caching nutzen meckert Google Page Speed über das Google Analytics Script. Das könnte man nur ändern, wenn man das Script auf dem eigenen Server hostet. Das ist jedoch nicht empfehlenswert, da dann keine Updates des Scripts geschehen.

Fazit

Google PageSpeed Insights ist absoluter Mist und nicht aussagekräftig. Die Pingdom Tools hingegen liefern Daten, mit denen auch ein Laie mit etwas Einarbeitung bessere Ergebnisse erzielen kann – und sollte.

Auf einer schnellen Website verbringen User mehr Zeit und das Ranking in den Suchergebnissen wird besser sein.

Andreas Hecht

Andreas Hecht

Er entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google.

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8 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Hallo,
    also ich habe das Page Speed Insight immer verwendet und das hat mir sehr unterschiedliche Werte ausgegeben zur gleichen Seite. Im einen Moment hat ich einen Wert von 70 und nachdem ich es nochmals getestet hab wurde ein komplett anderer Wert (88) ermittelt. Das hat mich schon etwas stutzig gemacht, weil ich nichts verändert hatte.
    Den Pingdom Website Speed Test werde ich auf jeden Fall einmal ausprobieren. Danke für den Artikel!

  2. Der Teil mit dem PLugin gehört auf jedenfall in dein Ebook, das ist in dem Fall ein wenig veraltet

  3. Hallo Andreas

    danke für diesen auch sehr guten Beitrag hier! Daher habe ich Dich per RSS-Feed schon eine Weile abonniert.

    Nun meine Frage: Ich betreibe eine (Fotografen-)Internetseite mit entsprechend vielen Bildbeispielen. Viele Deiner empfohlenen Tipps für eine bessere “PageSpeed” habe ich (glaube ich?) umgesetzt, jedoch komme im Pingdom-Website-Speed-Test (Stockholm, Sweden) nicht unter eine Ladezeit von 2,06 Sekunden. Wie kann man bitte dieses Ergebnis werten?

    LG, Bildermann

    • Hallo Bildermann,

      eine Ladezeit von 2 Sekunden ist schon besserer Durchschnitt. Ich habe übrigens 1.41 Sekunden gemessen. Um die Seite schneller zu machen, muss das JavaScript reduziert werden, eine optimale .htaccess in Verbindung mit einem Caching-Plugin genutzt werden, welches nicht »WP Super Cache« heisst.

  4. […] welches nicht »WP Super Cache« heisst. […]

    Hallo Andreas,

    danke für die schnelle AW. Ist z. B. das Caching-Plugin “Cache Enabler” wohl besser geeignet? Oder empfehlst Du besser ein anderes?

    LG, Bildermann

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